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Private Krankenversicherung für Selbständige – Vorteile und Nachteile
Published by Altersvorsorge-Profi | Filed under Sonstiges
Während der Wechsel von einer gesetzlichen in ein private Krankenversicherung für Arbeiter und Angestellte an ein bestimmtes Jahreseinkommen gebunden ist, gilt für Selbständige keine Einkommensgrenze. Ohne große Hürden können sie in eine private Krankenversicherung wechseln. Aber bringt dieser Wechsel Vorteile?
Seit 2009 gilt auch für Selbständige die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung. Allerdings haben sie freie Wahl zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung. Nach Ausscheiden aus der GKV können sich Selbständige bis zu einer Frist von drei Monaten wieder freiwillig dort versichern.
In der GKV ist der Selbständige aber kein Pflichtmitglied. Deshalb gelten für ihn bei weitgehend gleicher Leistung andere Versicherungssätze. Vor 2009 konnten Selbstständige in der GKV zwischen einem ermäßigten und einem erhöhten Beitragssatz wählen. Der höhere Satz garantierte den Anspruch auf Krankengeld. Seither kommen Selbstständige in der GKV nur mehr durch einen Wahltarif in den Genuss eines Krankengeldes. Eine private Krankenversicherung bietet den Krankengeld-Anspruch hingegen sehr günstig an.
Finanzielle Vorteile bietet die private Krankenversicherung auch für junge Selbständige, die wenig verdienen. In der GKV gilt ein Mindestbeitrag, der sich ungeachtet des tatsächlichen Verdienstes auf 1.890 € pro Monat beläuft. Ohne Krankengeld-Absicherung sind das 270 €/Monat. Doch auch für Selbständige, die besser verdienen, lohnt sich eine private Krankenversicherung. Bis zur Beitragsbemessungsgrenze (für 2010 lag diese bei 45.000 €, für 2011 bei 44.500 €) steigen die Beiträge in der GKV an. Die Beitragssätze liegen momentan bei 14,9 %, ab 2011 bei 15,5 %. Eine private Krankenversicherung bemisst die Beiträge hingegen nicht nach dem Einkommen, sondern nach den vereinbarten Versicherungsleistungen, nach Geschlecht, Gesundheit und Eintrittsalter.
Diese Bemessungsgrundlagen können auch zu einem Nachteil werden. Bei gesundheitlichen Problemen steigen die Beiträge rasch an, die Aufnahme in die private Krankenversicherung kann sogar gänzlich verweigert werden. Die GKV darf eine Aufnahme nicht verweigern. Außerdem gilt für die PKV Tarife: je höher das Eintrittsalter, desto höher die Beiträge.



Oktober 15th, 2010 at 08:56
Das Problem ist doch, das der Weg zurück einem von den Krankenversicherung gerne verbaut wird. Ich würde also lieber so lange es geht in der gesetzlichen bleiben, bis ich auch wirklich sicher weiß das meine Selbstständigkeit sich bewährt.