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Das Thema Altersvorsorge bei der Bundestagswahl
Published by Altersvorsorge-Profi | Filed under Rente allgemein, Trends der Altersvorsorge
Bei den Themen der Bundestagswahl herrschen Arbeitslosigkeit und Finanzkrise vor. Was aber meinen die Parteien zum Thema Altersvorsorge.
Keine Partei verschließt sich davor, dass Altersarmut unter Rentnern künftig zunehmen wird, wenn sie nicht rechtzeitig gegensteuern. Dabei schlagen sie unterschiedliche Wege ein. Die beiden roten Parteien und die Grünen wollen die gesetzliche Rentenversicherung auf weitere Personengruppen ausweiten und eine Erwerbstätigen- beziehungsweise Bürgerversicherung daraus machen.
Die FDP hingegen ist bemüht, die kapitalgedeckte Vorsorge zu erhöhen und fordert die Riester-Rente für alle. CDU/CSU will die geförderte private Altersvorsorge weiter vereinfachen. Die Linke hingegen will sie sofort beerdigen.
Zudem wird es wohl demnächst neue Möglichkeiten geben, den Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand zu gestalten.
Einig sind sich alle fünf Parteien, dass das Schonvermögen fürs Alter steigen muss. Empfänger von Arbeitslosengeld II sollen also künftig höhere Freibeträge für Altersvorsorgevermögen haben.
Die CDU/CSU will am Drei-Säulen-Prinzip der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge festhalten. Eine Erweiterung der gesetzlichen Rente auf alle Erwerbstätigen (zum Beispiel auch Selbstständige) wie sie SPD, Die Grünen und Die Linke fordern, lehnt sie ab. Sie will aber dafür sorgen, dass Bürger, „die ein Leben lang Vollzeit beschäftigt waren“, eine Rente oberhalb des Existenzminimums bekommen. Kindererziehung soll zudem stärker bei der Rente berücksichtigt werden.
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge, zu der auch die Riester-Rente gehört, will die CDU/CSU künftig weiter vereinfachen und entbürokratisieren. Details sind im Programm nicht genannt. Nur, dass auch „weitere Personengruppen“ künftig mit staatlicher Unterstützung vorsorgen können sollen.
Der Freibetrag beim Schonvermögen pro Lebensjahr soll „wesentlich erhöht“ werden. Das soll allerdings nur für Vermögen gelten, das erst mit Eintritt des Ruhestands verfügbar ist.
Die Rentensysteme in Ost- und Westdeutschland will CDU/CSU vereinheitlichen.
Das große, langfristige Ziel der Sozialdemokraten ist die Bürgersozialversicherung. Sie soll alle Bürger in die soziale Absicherung inklusive Rente einbeziehen. Dazu wird die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung erweitert. Im ersten Schritt will die SPD die „Solo-Selbstständigen“, die nicht über ein berufsständisches Versorgungswerk abgesichert sind, in die gesetzliche Rente einbeziehen.
Betriebliche und private Altersvorsorge sollen weiterhin die gesetzliche Rente ergänzen. Künftig soll hier zudem das Risiko der Erwerbsunfähigkeit obligatorisch abgesichert werden.
Die SPD will den Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand flexibler gestalten, etwa durch eine Teilrente ab dem 60. Lebensjahr. Der Arbeitnehmer würde dann Teilzeit arbeiten und bereits einen Teil seiner Altersrente bekommen. Die von der Bundesarbeitsagentur geförderte Altersteilzeit soll bis 2015 verlängert werden. Voraussetzung: Das Unternehmen stellt für einen frei werdenden Arbeitsplatz einen Auszubildenden ein oder übernimmt einen Ausbildungsabsolventen.
Vermögen, das für die Altersvorsorge gedacht ist, soll nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Bedingung ist, dass für dieses Vermögen mit Beginn des Ruhestands unwiderruflich eine monatliche Rente garantiert ist.
Die SPD will die Rentensysteme Ost und West in der kommenden Legislaturperiode vereinheitlichen.
Quelle: http://www.dasinvestment.com/altersvorsorge-riester-rente/private-altersvorsorge/news/datum/2009/09/14/bundestagswahl-2009-was-die-parteien-fuer-die-altersvorsorge-planen/?tx_ttnews[



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